Theater
Looking for a missing employee - die Kritik
Die Auseinandersetzung mit der politischen Situation im Libanon steht bei allen Arbeiten des Performance-Künstlers Rabih Mroué im Vordergrund.
Purgatorio bei den Wiener Festwochen - die Kritik
Der italienische Regisseur Romeo Castellucci hat für das Festival d'Avignon "Die göttliche Komödie" von Dante Alighieri in den drei Teilen "Hölle", "Fegefeuer" und "Paradies" inszeniert. Ein "unmögliches Projekt" wie er sagt. Der Reiz des Unmöglichen schlägt sich in einem Dutzend Festivaleinladungen auf der ganzen Welt nieder. Teil Zwei der "Divina Commedia", Purgatorio, der Läuterungsberg, war im Rahmen der Wiener Festwochen im Theater an der Wien zu sehen.
Marx aus verschiedenen Blickwinkeln: Das Kapital, Erster Band - die Kritik
Es war ein Abend der Statistiken, Anekdoten, Meinungen und sonstigen Erinnerungsbruchstücken, Tanzmusik aus Deutschland inklusive. Das hoch geachtete Regiekollektiv Rimini Protokoll brachte im Rahmen der Wiener Festwochen "Karl Marx: Das Kapital, Erster Band" auf die Bühne und bewies damit, dass man auch mit sperriger Literatur zum Amüsement beitragen kann."
Schukschins Erzählungen - die Kritik
Der russische Schriftsteller Vasilij Schukschin erzählt Geschichten über das Leben im Dorf. Der lettische Regisseur Alvis Hermanis und das Moskauer Theater der Nationen erfüllen acht dieser Geschichten mit übersprühender Lebensfreude. Das Wiener Publikum bei den Festwochen, die erste Gastspielstation, darf sich an "Schukschins Erzählungen" erfreuen und tut es ausgiebig.
Der Talisman von Nestroy in der Josefstadt - die Kritik
Mit seinem Lehrstück über Vorurteil und Ausgrenzung, Karrierestreben und Überbewertung von Äußerlichkeiten hat Nestroy eine seiner reizvollsten und aktuellsten Satiren geschaffen. Lässt sich die bitterböse Diskriminierung von Haarfarben doch problemlos auf die spätere von Hautfarben beziehen. Oder auf den heute oft chamäleonartigen Wechsel von Weltanschauungen, durch den die stolzesten Karrieren möglich werden. Kulturwoche.at war bei der Vorpremiere.
Schneid deinen Ärmel ab und lauf davon! - Die Kritik
Der sprechende Titel ist mehr als berechtigt. Denn die (Leidens)geschichte der Roma steht im Mittelpunkt. Doch selbst eine solche Thematik lässt sich trefflich in ein "Spektakel mit viel Musik" packen. Gespielt und gesungen wird "Schneid deinen Ärmel ab und lauf davon!" in Romanes und in Deutsch.
Der Prozess von Kafka bei den Wiener Festwochen - die Kritik
Das Karussell der Ausweglosigkeit, oder: Die Dramatisierung von Franz Kafkas "Der Prozess" aus den Münchner Kammerspielen zu Gast bei den Wiener Festwochen.
Ein Sommernachtstraum im Wiener Burgtheater - die Kritik
Berühren, verstören, unterhalten. All das passiert. Und das an der Burg. In "Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare in der deutschen Fassung von Frank Günther unter der Regie von Theu Boermans. Mit Freude. Unterm Festzelt und darüber.
Wild wuchern die Wörter in meinem Kopf - die Premierenkritik
"Das war sehr wild, sehr heftig und sehr gut! Hat Lust gemacht, wieder den Winkler zu lesen ... der ist echt gut!" Soweit die Kürzestfassung von Tristan Jorde, der sich ins Wiener Schauspielhaus begab, um die Premiere am 12. Mai 2009 von "Wild wuchern die Wörter in meinem Kopf. Ein Triptychon" nach Texten von Josef Winkler zu sehen.
Riesenbutzbach - die Premierenkritik
Ein Projekt von Christoph Marthaler und Anna Viebrock - einer Koproduktion der Wiener Festwochen - kam am 10. Mai 2009 in der Halle 1 der Studios am Rosenhügel zur Uraufführung. "Riesenbutzbach" heißt das Schauspiel mit Liedern, das zur makroökonomischen Bildung beiträgt und zum Schlafen anregt.
Covergirl - die Premierenkritik
Abgründe im szenischen Konjunktiv taten sich im Gastspiel von Herold/Fliri im Kosmos Theater Wien bei der Premiere von "Covergirl" am 6. Mai 2009 auf.
Der Kissenmann von Martin McDonagh - die Kritik
Die unbändige, faszinierende Macht des Geschichten Erzählens. "Der Kissenmann" unter der Regie von Andreas Robertz ist großes, neues Theater, aufgeführt als Gastspiel des artheater Köln in Kooperation mit Moving Theatre, im WUK.
Coriolan Review - die Premierenkritik
Eine Gesamtraumchoreografie für Zuschauer und Akteure aus der Serie Tragödienproduzenten von theatercombinat in der Inszenierung von Claudia Bosse. So kann man die Premiere von "coriolan review" nach Shakespeare in der ehemaligen Ankerbrotfabrik kürzest möglich umschreiben. Es geht aber auch länger. Versprochen.
Schrilles Herz - die Premierenkritik
Liebe, Sexualität und eine enorme Portion Energie mit Texten von Jugendlichen, interpretiert von jungen Akteur/innen. Die rasante Uraufführung von "Schrilles Herz" fand im Dschungel Wien statt.
faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete - die Premierenkritik
Es ist ein sehr erfreuliches Theater, das Schauspielhaus unter der Führung Andreas Beck. Viele junge, freche Versuche und viel Schönes waren da schon zu sehen. Aber nicht immer, wie z.B. bei "faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete" von Ewald Palmetshofer, gerät das Konzept - man verquicke Jungstar-Autor mit Jungstar-Regisseurin an rotierendem Bühnengerüst - deswegen auch schon zum bewegenden Theaterabend.
Der Tod und das Mädchen - die Kritik
Spannendes Thema in braver Inszenierung. Das Kammer-Hör-Theater-Stück "Der Tod und das Mädchen" von Ariel Dorfmann wurde im Schubert Theater Wien zur Aufführung gebracht.
Österreich-Premiere: Spielvögel - die Kritik
Mit "Speelvogels" (Spielvögel) präsentierte das Tanztheaterfestival Szene Bunte Wähne erstmals das niederländische Ensemble De Stilte in Wien. Drei Tänzerinnen eroberten dabei nicht nur die Bühne im WUK, sondern auch die Herzen des Publikums ab 4 Jahren.
Geiselnahme im Theater
"Und mein Ziel kann nur sein, dass man am Ende etwas begreift, sich identifiziert" - soweit der O-Ton von Autor Torsten Buchsteiner, der mit "Nordost" - einem Gastspiel von Theater Rampe im Kosmostheater - die Geiselnahme durch tschetschenische Terrorist/innen während des in Moskau gezeigten Musicals "Nord-Ost" in Erinnerung ruft. Ein Stück ohne Pathos und falsche Zwischentöne. Grandios, berührend, verdichtend.
Freud und die Folgen: Kokain - die Premierenkritik
Zehn Therapie-Stunden á 50 Minuten mit Sigmund Freud stehen in der Doku-Fiction-Reihe "Diesseits des Lustprinzips: Freud und die Folgen" am Programm des Wiener Schauspielhauses. In der ersten Sitzung wurden die Jahre 1873 bis 1884 und Freuds Einnahme und Erforschung von Kokain behandelt.
Schockiert nicht schockiert zu sein: Splendour - die Kritik
Manche Stücke oder Inszenierungen wirken bemüht und auf der Stelle tretend, obwohl sie Themen behandeln, die von allgemeinem Interesse sind und Aktualität in sich tragen. Bei "Splendour" im KosmosTheater, einer Koproduktion mit dem Bozener Theater im Hof, konnte sich Evelyn Blumenau dieses Eindrucks nicht erwehren. - Wo also liegt der Hund begraben?
Festspielhaus St. Pölten gewinnt mit Joachim Schlömer einen vielseitigen Choreografen
Die Theater der Städte Freiburg und Heidelberg werden in der Spielzeit 2009/2010 ärmer, denn der Choreograph der beiden Häuser, Joachim Schlömer, wechselt nach St. Pölten in Niederösterreich. Er übernimmt dort im September 2009 die Leitung des Festspielhauses. Sein neues Stück "in schnee" feierte auf dem Lucerne Festival Musiktheater im August 2008 Premiere und leitet nun die neue Theatersaison ein.
Der Grasel geht um: Interview mit Hakon Hirzenberger
Wenn heute das Waldviertel nicht nur für seine Ruhe sondern ebenso für sein reges Kulturleben bekannt ist, dann ist das untrennbar mit dem Wald4tler Hoftheater verbunden. Thomas Samhaber sprach mit dem Autor, Schauspieler und Regisseur Hakon Hirzenberger über das Stück "Räuberhauptmann Grasel", das eben dort aufgeführt wird.
Theatre du Pain: Brot + Spiele - die Kritik
Weder Kabarett noch Comedy, dafür Angriffe auch für Narren, Geläuterte und Abgeklärte: "Brot + Spiele" im bar&co Theater Drachengasse.
Wie soll ich sagen
Comment Dire - wie soll ich sagen, ist Sprachmusiktheater und eine Melange aus Poesie, Schauspiel, Musik und Tanz mit Anne Bennent, Samuel Veyrat und Karl Ritter. Die Wiederaufnahme des Stücks erfolgt am 11. und 12. April im DAS DORF.
Löcher - Die Geheimnisse von Green Lake - die Premierenkritik
Louis Sachars Buch als europäische Erstaufführung im Theater der Jugend. Eine fulminante Zeitreise rund um einen Familienfluch, Freundschaft und ... enorm viele Löcher.
Fieberträume im Dschungel Wien - die Kritik
Endstand 0:5
Unausgegorenes Stück gegen gutes Schauspiel-Team. Ein Theatermatch zur bevorstehenden Fußball-EM 2008, das ins Auge geht. Schauspiel für junges Publikum ab 15 Jahren von Benedict Thill.
Donkeys' Years von Michael Frayn - die Kritik
Eine flotte Komödie, die im zweiten Teil des Abends zur skurrilen Farce wird und den Akteur/innen vollen Einsatz abverlangt. Der sprechende Titel, den man mit "Ewig und drei Tage" übersetzen kann, macht neugierig und hält, was er verspricht.



