Podcast
Die Päpstin: Interview mit Johanna Wokalek

Johanna Wokalek, die Hauptdarstellerin des Kinofilms "Die Päpstin" unter der Regie von Sönke Wortmann bat zu einer knapp viertelstündigen Audienz und sprach mit Manfred Horak über Androgynität, Shakespeare, Kleist, über wissenschaftliche Beratung während des Drehs und natürlich über die Legende vom weiblichen Papst Johannes Anglicus.
Historische Dichtung und Wahrheit liegen oft nur Millimeter nebeneinander – what is real and what is not?, kann man da nur fragen. Im Falle um die Päpstin Johanna ranken sich unzählige Legenden, deren Wahrheitsgehalt bis heute umstritten ist, wobei die offizielle Meinung vorherrscht, dass es keine weibliche Päpstin gab. Ein Fall für das Kino also, das sich dieses historischen Themas annimmt. //
Text und Interview: Manfred Horak
Fotos: (c) Andreas Tischler, © 2009 Constantin Film Verleih GmbH
Wiener Festwochen 2009: Seismographen unseres Bewusstseins

Wohin führt wohl dieses Jahr die Reise? Welche lyrischen Elemente und Erfahrungswerte werden aufgegriffen? Das Programm der Wiener Festwochen 2009 ist ein Konglomerat aus einer Vielzahl an Spannungsbögen innerhalb des Gesamtkonzepts und verspricht die großen Gefühle dieser Welt, musikalisch wie dramaturgisch, inszeniert wie installiert. Ein Spektakel, frei nach dem Motto: Noch größer, noch wuchtiger, noch lebendiger.
Willi Resetarits über die Eröffnung{podcast id=166}Philippe Boesman und Stéphane Lissner über das Musikprogramm{podcast id=164}Stefanie Carp, Christoph Marthaler und Schorsch Kamerun über das Schauspielprogramm{podcast id=165}Gezeigt werden insgesamt 39 Produktionen aus 27 Ländern in 184 Vorstellungen, darunter Eigenproduktionen wie "Dido and Aeneas", "Asian Village" und "Bei aller Vorsicht!", aber auch 14 Koproduktionen wie u.a. "Yvonne, princesse de Bourgogne", "Ich bin ganz wo anders", "Soho Sounds" und "Stadt der Musik", sowie 21 Gastspiele wie z.B. "I went to the house but did not enter". Es ist ein Zusammenprallen von Lust und Sehnsucht nach Transformation, ein musikalisches Gipfeltreffen, das sich im Phantomschmerz der Großstädte bündelt und ein Kräftemessen dramatischer Traumwelten mit all seinen Bedrohungen und psychologisierenden Behandlungen. Eine historische und stilistische Nabelschau am Puls der Zeit, oder, wenn das Scheitern gelingt, einfach nur zeitgeistig. //
Podcast-Produktion: Manfred Horak
Fotos: Wiener Festwochen
Die Herzogin: Interview mit Keira Knightley, Ralph Fiennes und Charlotte Rampling

Mit Opulenz und Farbenpracht, Glamour, Glanz und stilprägender Mode im 18. Jahrhundert wartet der Kinofilm "Die Herzogin" von Regisseur Saul Dibb mit Keira Knightley, Ralph Fiennes und Charlotte Rampling auf. Im Mittelpunkt steht die unglückliche Ehe von Georgiana Spencer, Vorfahrin von Lady Di.
Keira Knightley, Ralph Fiennes und Charlotte Rampling sprechen im Interview über Georgiana und den Herzog, über die Beziehung von Georgiana und ihrer Mutter, über das Drehbuch und ihre Rollen, über die Dreharbeiten an Originalschauplätzen bis hin zur gesellschaftlichen und politischen Rolle von Georgiana, sowie über die Parallelen von Georgiana und Lady Diana Spencer. //
Interview und Text: Manfred Horak
Fotos: © Filmladen Filmverleih
Contact High: Interview mit Michael Glawogger, Michael Ostrowski und Raimund Wallisch

Es geht darum, dass man der Welt mit einem gewissen Humor begegnet.
Im Steirisch/Deutsch/Englisch/Spanisch/Polnisch-sprachigen, also 5-sprachigen, Kinofilm "Contact High" von Regisseur Michael Glawogger, der auch gemeinsam mit Michael Ostrowski das Drehbuch schrieb, in "Contact High" also, geht es um eine Tasche.
Hans Wurst (Raimund Wallisch) und Max Durst (Michael Ostrowski) basteln an ihrer Karriere als Buffetmagnaten, der Kleinkriminelle Schorsch (Georg Friedrich) will eigentlich nur Autorennen schauen, was Mao (Pia Hierzegger) eigentlich könnte, müsste sie nicht auf die Tochter einer Freundin aufpassen, während Harry (Detlev Buck) sich am liebsten mit seinen blonden Mechanikern vergnügen würde. Aber Carlos (Jeremy Strong) Tasche macht allen ein Strich durch die Rechnung. Bald fliegen sie durch polnische Nächte, sehen Hunde, Schweine und Schwertfische und wundern sich, als sie einen Schaffner sagen hören: "Nächste Haltestelle: Drogomysel!" Michael Glawogger, Michael Ostrowski und Raimund Wallisch erläutern Peter Krobath die Querverbindungen zwischen Drogenkonsum, Slapstick-Komödien, Alice im Wunderland, Louis de Funes und Reisen, die in die falsche Richtung führen und trotzdem richtig enden. //
Podcast-Produktion: Manfred Horak
Fotos: © Luna Filmverleih; © Lotus-Film/BojeBuck/Lukasz Niewiadomski
Jazz und Literatur: Interview mit Christian Maurer und Gerhard Ruiss

Das Upper Austrian Jazz Orchestra erarbeitete sich nach dem Thomas Bernhard Programm ein weiteres Projekt, welches mit literarischen Themen arbeitet, diesmal allerdings mit zeitgenössischen Autoren. Christian Maurer vom UAJO und Autor Gerhard Ruiss erzählten im Interview über das Zustandekommen von "Song - Song oder 7 Musen und 4 Laster".
Drei Komponisten an der Schnittstelle Regie und Musik

Die Filmmusik zum Kinofilm "Der Knochenmann", zur ZDF-TV-Reihe Bella Block und zum Dokumentarfilm "Die Hochstapler" stand im Zentrum der Podiumsdiskussion mit den Musikern Wolfgang Schlögl (Foto) von Sofa Surfers, Karim-Sebastian Elias und Dieter Schleip in der Donauuniversität Krems.
Teil 1: Wolfgang Schlögl{podcast id=20}Teil 2: Karim-Sebastian Elias{podcast id=19}Teil 3: Dieter Schleip{podcast id=18}Drei Komponisten, drei Filme, drei Formate, oder: Komponieren für Fernseh-, Kino- und Dokumentarfilme war das Thema von EU XXL Forum: FilmMusik am 6. 3. 2009 im Audimax der Donauuniversität Krems. Zur Debatte standen die Filme "Weiße Nächte" aus der ZDF-TV-Reihe Bella Block mit der Filmmusik von Karim-Sebastian Elias, der Dokumentarfilm "Die Hochstapler" samt dazugehörender Musik von Dieter Schleip, sowie der Kinofilm Der Knochenmann und dem Soundtrack von Sofa Surfers. Für die österreichische Band Sofa Surfers saß Wolfgang Schlögl am Podium. Der Journalist Mike Beilfuß führte durch die Diskussion und erläuterte gemeinsam mit den Komponisten Zugang und Interferenzen an der Schnittstelle Regie und Musik. Konzept: Andrea Huemer. //
Podcast-Produktion: Manfred Horak
EU XXL Filmschau 2009: Interview mit Mercedes Echerer

Im Mittelpunkt des Interviews mit Mercedes Echerer steht das Festival EU XXL Filmschau, das zwischen 4. und 8. März seinen Schwerpunkt auf die Thematik Drehbuch bzw. Script legt und zudem mit Filmen aus Tschechien und Niederösterreich zwei regionale Schwerpunkte innerhalb der Filmschau setzt.
Teil 1{podcast id=25}Teil 2{podcast id=26}Teil 3{podcast id=27}Ein Gespräch über die Wichtigkeit des Drehbuchs, über Filmförderung in Österreich und welche Möglichkeiten es innerhalb der EU gibt, bis hin zu dem was sich das Publikum vom Festival EU XXL Filmschau mitnehmen kann bzw. soll. Thematisiert wurde auch der überwältigende Erfolg des Independent Films bei der Oscar Verleihung 2009, die regionale Kulturnahversorgung und die Notwendigkeit einer Online Filmothek für den österreichischen Film.
Im Fokus von EU XXL Filmschau steht das Script, auf gut deutsch das Drehbuch - mit all seinen wahren Begebenheiten, Annäherungen an literarische und historische Vorlagen, individuellen und kollektiven Erinnerungen, familiären wie lokalen Abhängigkeiten, skurrilen wie heiteren Obsessionen. Zudem setzt das Festival weitere neue inhaltliche Akzente: "Territorium Niederösterreich" bringt Erzählungen auf die Leinwand, die auf ganz eigene Weise das Land verorten, sich frei bewegend durch kinematografische Regionen, von der suburbanen, paranoiden Umgebung der Großstadt bis zur verlassenen Grenzregion, von den einsamen, "magischen" Landschaften bis zu den "zukunftslosen" Kleinstädten. "Tschechische Blitzlichter" wiederum beleuchten das gegenwärtige kreative Schaffen von Autor/innen wie Miroslav Janek, Pavel Koutecký, Alice Nellis und Jan Švankmajer in unserem an eine überaus reiche Tradition der Filmproduktion anknüpfenden Nachbarland. //
Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Ruth Ehrmann
Herzausreisser: Interview mit Karin Berger

"Neues vom Wienerlied" lautet der Untertitel der nun endlich auf DVD erhältlichen Doku "Herzausreisser" von Regisseurin Karin Berger. Ein Film, der sich ins Nachkriegs-Wien begibt und von dort den Weg des Wienerliedes der Gegenwart sucht und freilich auch findet.
Teil 1{podcast id=28}Teil 2{podcast id=29}Ein Gespräch über Zweck und Inhalt des Films "Herzausreisser", der nun auch endlich auf DVD im schmucken Digi-Pack mit einer Bonus-CD erhältlich ist, und über die Rolle vom Wiener Volksliedwerk. Gesprochen wurde natürlich auch über Künstler und Bands wie Doris Windhager, Walther Soyka, Roland Neuwirth, Die Strottern und Kollegium Kalksburg, die, wie kaum andere, das "Neue" im Wienerlied verkörpern.
Das Gespräch mit Regisseurin Karin Berger führte aber auch hinein in den Grenzbereich der Erträglichkeit des Wienerliedes - Stichwort Heinz Conrads - bis hin zu den unterschiedlichen Aspekten im Werk von Hermann Leopoldi. //
Interview und Text: Manfred Horak
Foto: © Polyfilm
In 3 Tagen bist du tot: Interview mit Sabrina Reiter

Sabrina Reiter, die fulminant agierende Hauptdarstellerin von "In 3 Tagen bist du tot 2", spricht im Interview u. a. über ihre ganz persönlichen Lieblingsfilme und natürlich auch über den Erfolg des Horror Thrillers von Andreas Prochaska, sowie über die Anstrengung Gewaltszenen glaubwürdig umzusetzen und warum auf tirolerisches Lokalkolorit entschieden wurde.





















