Bühne
Richard II. im Wiener Burgtheater - die Kritik
In der Neuübersetzung von Thomas Brasch, adaptiert für das Wiener Burgtheater, findet unter der Regie von Claus Peymann das große Zaudern in Richard II. statt. Nicht Fisch, nicht Fleisch, nicht Sprache.
Die zehn Gebote - die Premierenkritik
Das fünfte Gebot ist das Einzige auf das wir uns heute noch einigen können. Du sollst nicht töten. Zumindest 70% der Befragten sind dieser Meinung. Eine noch größere Zahl jedoch - 85 % - hatte schon einmal den Wunsch jemanden umzubringen. Wenn etwas so klar ist, wie kann man darüber diskutieren? Ilija Trojanow hat für das Nachbarhaus vom Schauspielhaus Wien eine Etüde dazu verfasst.
Dieter Chmelar und Alfons Haider: Kalt Warm - Die Premierenkritik
Alfons Haider traf Dieter Chmelar auf der Bühne des Theaters Akzent zum Bashing nach Ansage. Vorgegeben hat diesen Schlagabtausch zwischen Publikumsliebling und Berufswuchteldrucker Angelika Hager. Dabei sind die Herren so mit Selbstentblößung beschäftigt, dass sie darüber vergessen gepfefferte Seitenhiebe auszuteilen. Wer derart wenig Angriffsfläche bietet, dem kann man nicht mehr wehtun.
Theaterstück für die Allerkleinsten: Überraschung - die Kritik
"Überraschung!" - Das wahrscheinlich beste Theaterstück für die Allerkleinsten kommt nach einer Tournee um den halben Erdball - nachdem es eine Asien- sowie Südamerikatournee hinter sich gebracht hat, und sogar im Juni 2009 im Opernhaus von Sydney zu sehen war - wieder in den Dschungel Wien zurück.
Dann bring ich mich lieber um, oder: Asyl heißt Schutz vor Verfolgung - die Kritik
Es gibt eine Zeit für die Liebe und es gibt eine Zeit für den Krieg. Die Menschen verstecken sich hinter teuren Sachen aus Angst verletzt zu werden. Vom anderen sieht man dann nur gerade soviel, um ihn verwunden zu können.
Figurentheaterfestival dreizurdritten: 3 Affen und Rosmarin - die Kritik
Beim Figurentheaterfestival "dreizurdritten" gab es sowohl ein internationales Gastspiel vom Ensemble Materialtheater, als auch die erste abendfüllende Produktion der heimischen Gruppe Krokodil zu bestaunen. Die deutschen Gäste erzählten auf clownesque Art die Geschichte von der Beziehung der Dinge zu den Dingdalern, während das zweite Stück den Beziehungen der Menschen nebeneinander gewidmet war.
Viel Lärm um wenig Stimme: Die lustige Witwe mit Natalia Ushakova
In der Volksoper Wien läuft Lehars "Lustige Witwe" nun schon in der 77. Vorstellung, die Inszenierung von Daniel Dollé ist nett, aber unspektakulär.
Die Welt ist groß und Rettung lauert überall - die Kritik
Im Schauspielhaus Wien hat Daniela Kranz ein Kondensat von Ilija Trojanows Grenzüberspringendem Schelmenroman "Die Welt ist groß und Rettung lauert überall" auf die Bühne gebracht. Nach einem zähen Drittel werden die Charaktere langsam greifbar und es kommt doch noch Schwung in die Geschichte.
Anarchie im Kinderzimmer: Matilda! - die Kritik
Regisseurin Corinne Eckenstein hat gemeinsam mit den Darstellern aus ihren Erfahrungen als Mutter von zwei Kindern und Anekdoten aus ihrer eigenen Kindheit mit "Matilda!" ein humorvolles Stück über Anarchie im Kinderzimmer entwickelt.
Ein Weihnachtsgeschenk von O. Henry: Drei Taler Märchen - die Kritik
Ein antikapitalistisches Weihnachtsmärchen für Kinder ab 4 - das klingt nach belehrendem Tonfall inmitten romantisch verklärter Schneeflocken - aber nichts von dem ist dem schönen "Drei Taler Märchen" als Musical anzumerken. Im Gegenteil, rasantes Spiel, schmissige Lieder, und das alles in einer Atmosphäre des kindlich begeisterten Brodelns im Publikum.
