Musikkabarett
Ich bin immer eine Optimistin: Interview mit Birgit Denk

|
Birgit Denk im Gespräch über Crowdfunding, Kabarettlieder der 1950er Jahre und optimistische Sichtweisen. Das Rainald Grebe Konzert im Stadtsaal - die Kritik
Birgit Denk & die Novaks: Ich wünsch mir zum Geburtstag einen Vorderzahn
Willy Astor: Tonjuwelen - die Kritik
Rainald Grebe & Die Kapelle der Versöhnung: 1968
Rainald Grebe: Das Robinson Crusoe Konzert
Rainald Grebe & Die Kapelle der Versöhnung: Volksmusik
Rainald Grebe & Die Kapelle der Versöhnung
IRMGARD KNEF Die letzte Mohikanerin
|








In einer ausgebeulten Anzughose spielt Rainald Grebe vor dem ausverkauften Wiener Stadtsaal am 15. Dezember 2012 sein mittlerweile viertes Soloprogramm zum aktuellen Album "Das Rainald Grebe Konzert". Nach den Erfolgen in den letzten Jahren wendet er sich jetzt wieder dem Kleinen zu. Ganz ohne Kapelle der Versöhnung nur er, der Flügel und ein Schlagzeug. Von Anne Aschenbrenner.
Kabarettlieder der 50er Jahre in gegenwärtigen Soundkleidern serviert uns Birgit Denk & die Novaks. Darunter musikalische Großtaten aus der Urzeit österreichischer Musikkultur nach dem Zweiten Weltkrieg mit Liedern von u. a. Gerhard Bronner, Georg Kreisler, Hermann Leopoldi, Pirron und Knapp, Peter Wehle und Hugo Wiener.
"Tonjuwelen", der Titel des neuen Albums und der 25-Jahre-Jubiläumstour ist auf den ersten Blick ein echtes Astor-Kind: Klingt ähnlich wie ein geläufiges Wort, bedeutet aber etwas ganz anderes. Dieses Mal nicht ganz.
Der nächste geniale Streich von Rainald Grebe und die Kapelle der Versöhnung setzt die Zeitmaschine ins Jahr 1968 in Bewegung. Wie vom komödiantischen Sänger gewohnt ist es eine Tour de Farce zwischen Intellektualismus und Dadaismus.
Er ist Buchautor, Schauspieler, Kabarettist und Sänger mit eigener Band - der Kapelle der Versöhnung. Auf dem vorliegenden Album präsentiert sich Rainald Grebe solo. Gestrandet auf einer einsamen Insel, ein moderner, zivilisationsmüder Robinson Crusoe. 

Er singt über Heimat, Bewegung, Arbeit und Soziales, freilich auch über Liebe und Sex, über arme Menschen und über das Ende; er veröffentlichte ein erstaunlich gutes namenloses Album mit seiner Kapelle der Versöhnung 2005/2006 und setzt ein Jahr später noch eins drauf mit dem völlig abgefahrenen Album "Volksmusik".
Den guten Mann kennt man hierzulande leider überhaupt nicht und ich hab auch nur aufgrund meiner Jurorentätigkeit bei der Liederbestenliste Deutschland von ihm Kenntnis genommen.
Kabarettistische Jazz-Chansons ist das Konzept von Ulrich Michael Heissig alias Irmgard Knef, die verlorene – und freilich fiktive – Schwester der verstorbenen Hildegard Knef.