Jazz
Georg Breinschmid: Fire
Nach dem für einen AMADEUS Award in der Sparte Jazz/Folk/Blues nominierten und zu Recht auch international hoch gelobten Doppel-Album "Brein's World" legt Georg Breinschmid nun mit "Fire" ein würdiges Nachfolgealbum nach.
Stephie Hacker: Sensibility

Die Pianistin, Songwriterin und Sängerin Stephie Hacker aus Niederösterreich liefert mit "Sensibility" ein vielversprechendes CD-Debüt ab.
Der Schülerin von u.a. Elfie Aichinger gelingt auf den 11 Songs Ihrer ersten CD "Sensibility" der Brückenschlag zwischen Klassik und Jazz, dazu kommen noch Einflüsse von Pop und modernen Grooves. Unterstützt von einer kompetenten Band mit Andi Tausch (guit), Robert Jukic (b) und Christian Salfellner (dr) ist Stephie Hacker das Kunststück gelungen, eigenständige Songs zu komponieren, aus denen man gleichermaßen sowohl ihre Jazzgesangs-Ausbildung als auch Ihr mehrjähriges klassisches Klavier-Studium heraushören kann. Besonders gut gelungen sind die Songs "You Change", "She Is Wonderful" und "Give Me Space".
Zu kritisieren gibt es wenig, außer dass einige Kompositionen manchmal ein wenig ähnlich klingen, da wäre vielleicht mehr Abwechslung gefragt. Stephie Hacker stammt aus Niederösterreich, hat in Wien studiert und war neben ihren Solo-Aktivitäten auch schon bei einigen Band-Projekten wie z.B. der "Vienna Swing Factory" oder Flip Phillip zu hören. Daneben war sie als Musikerin für Theater-Stücke engagiert und zählt auch ein Brecht-Programm zu Ihren aktuellen Projekten. Kürzlich hat sie gemeinsam mit hrem Bruder Matthias das Kinder-Musical "Anders" verfasst.
"Sensibility" ist eine gelungene Talentprobe von Stephie Hacker und ihrer Band. Auf ihre weitere Entwicklung darf man gespannt sein, diese ungewöhnliche Verbindung von Jazz und Klassik und Pop ist originell und hat großes Potenzial. P.S.: Die CD-Präsentation von "Sensibility" in größerem Rahmen ist für Anfang 2012 geplant. //
Text: Robert Fischer
Foto: Bertl Pistracher
Interview mit Stephie Hacker {podcast id=104}
CD-Tipp:
Stephie Hacker: Sensibility
Musik: @@@@1/2
Klang: @@@@
Label/Vertrieb: Eigenvertrieb (2011)
Solide spielen alleine reicht nicht: Till Brönner und Madeleine Peyroux in der Oper
Der deutsche Trompeter Till Brönner und die US-Sängerin Madeleine Peyroux beschallten beim Jazzfest Wien am 4. Juli 2011 die Wiener Staatsoper mit soliden Sets, die großen Highlights blieben aber ebenso aus wie die Gänsehaut.
Dylan Songs don't grow up: Ben Sidran live in Wien
Ben Sidran zeigte am 28. Juni 2011 beim Jazzfest Wien im Porgy & Bess ein letztes Mal wie man Dylan Songs in eine neue Umlaufbahn katapultiert.
Madeleine Peyroux: Standing on the Rooftop
Mit Madeleine Peyroux tauchte 1996 eine Sängerin in der internationalen Musikszene auf, die stark polarisiert: Geraten die einen vollends ins Schwärmen ob ihrer Gesangsstimme und ihrer musikalischen Grundidee, stellt sich bei anderen pure Langeweile ein. "Standing on the Rooftop" wird an diesen Positionen nichts ändern.
Im Kopf bin ich noch immer 15
Galliano erhielt bereits im Jahr 1992 den "Prix Django Reinhard" der Academie du Jazz - somit die höchste Auszeichnung, die in Frankreich an Jazzmusiker verliehen wird. Er sei wie ein Pyromane nach Feuer, süchtig nach Musik und schönen Melodien, meinte der Akkordeonist einmal. Mit Camillo Tossoukpe sprach Richard Galliano über Freiheiten, Grenzen, Energien und Johann Sebastian Bach.
Seven Seas, Forever: Avishai Cohen und Corea, Clarke & White
Musikalisch ausformulierter Positivismus hilft dem oftmals unerträglichen Weltgeschehen entgegenzusteuern. Als regelrecht aufmunternde Trostspender herhalten können die formidablen Alben "Seven Seas" von Avishai Cohen und "Forever" von Chick Corea, Stanley Clarke und Lenny White.
Just Fly: Interview mit Nenad Vasilic

Mit "Just Fly" legt der in Wien lebende Kontrabassist Nenad Vasilic nach "Honey and Blood" ein weiteres inspiriertes Jazz-Album vor. Im Interview sprachen wir nicht nur über seine (bzw. generell über) Musik, sondern auch über soziale und gesellschaftspolitische Umstände.
Ein Füllhorn an Weihnachtsalben aus aller Welt
Weihnachtslieder aus der Kirche, aus dem Volksmund und den USA aus der Goldenen Ära des Jazz stehen hier im Fokus der glänzenden Augen, die noch immer oder immer wieder auf der Suche nach außergewöhnlichen Weihnachtsalben sind. Am weihnachtlichen Präsentierteller: Annie Lennox, The Puppini Sisters, Aniada a Noar & Prijatelji, Erich & Pauline Falkner, The Crush, Die Weihnachtsmander und die Compilation-Reihe "moreorless Christmas".
Es wird scho glei dumpa: Neue Weihnachtsalben aus Österreich
Unterschiedlicher die Weihnachtslieder nie klangen... - Den Beweis zur mehrfaltigen Weihnachtsfestmusik treten an: Karin Bachner Group mit "Winter Wonder Songs", Mai Cocopelli mit "Wenn es Winter wird", herztöne mit "Zimt & Zucker", Otto Lechner und Klaus Trabitsch mit "White: Weihnachtslieder 2" und MoZuluArt mit "An African Christmas".
MoZuluArt feat. Ambassade Streichquartett: An African Christmas
Für die wohl sympatischste Art der Klimaerwärmung sorgte am 28. 11. 2010 MoZuluArt, als sie im Wiener Odeon ihr neues Album "An African Christmas" im besten Sinn der Holiday Season präsentierten.
Gansch and Roses live im Porgy & Bess
Im Gegensatz zu den namentlichen Vorbildern brauchen Gansch'n'Roses keine 15 Jahre für eine neue Platte. Und sie verschlafen nicht die Auftritte. Aber die Konzerte sind auch bei ihnen ausverkauft, so z.B. am 31. Oktober 2010 im Porgy & Bess.
Upper Austrian Jazz Orchestra & Michael Gibbs live in Wien
Auch wer dem Jazz nicht den größten Teil seiner Platten- oder MP3-Sammlung gewidmet hat, wird seine Musik schon gehört haben. Michael Gibbs ist ein englisches Urgestein der Komponisten- und Arrangeursgilde und hat international für Stars auch in populäreren Gattungen geschrieben, darunter Whitney Houston und Peter Gabriel. Mit dem UAJO gastierte er im Porgy & Bess.
Nenad Vasilic: Just Fly
Des Bassisten Nenad Vasilic World-Jazz mit allerlei kosmopolitischen Bezugspunkten entsteht in Wien, und sorgt, zumindest in der Jazz-Szene, für erhebliches Aufsehen. "Just Fly" wird daran nichts ändern. Im Gegenteil.
Herb Berger: The Bitter End
Saxofonist Herb Berger entdeckt ein neues Arbeitsinstrument, die chromatische Mundharmonika, und verzaubert mit zart-bittren Kompositionen.
Georg Breinschmid: Brein's World
Woran mag wohl Georg Breinschmid denken, wenn er seinen Kontrabass schlägt? Eine ausführliche Antwort auf diese Frage bringt das Doppel-Album "Brein's World", sowie die Erkenntnis, dass World, Jazz, Pop, Wienerlied, Soul und Klassik sehr wohl unter einen Hut passt.
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Interview mit Simone Kopmajer
Verkehrte Welt: Während Simone Kopmajer in den letzten Jahren in den USA und Asien große Erfolge feiert, hat sich die steirische Jazz-Sängerin in heimischen Gefilden ziemlich rar gemacht. Das soll sich nun mit "Didn't You Say" und verstärkter Live-Präsenz ändern. Im Interview mit Robert Fischer erzählt Simone Kopmajer über ihre neue CD, Kunst & Kitsch und ganz besondere Konzerterlebnisse in Asien.
Simone Kopmajer: Didn't You Say
Erfrischend und unheimlich gut. So kann man in aller Kürze das Album "Didn't You Say" von Jazz-Sängerin Simone Kopmajer beschreiben.
Jazzfest Wien 2010: Randy Crawford und Joe Sample
Im Rahmen des Jazzfestes wurde dem Wiener Publikum die gemeinhin wohl eher als Disko-Soul-Sängerin bekannte Künstlerin Randy Crawford präsentiert. Dass sie das nicht ist, hat vielleicht den einen oder anderen enttäuscht. Für eine Enttäuschung gab es aber auch andere Gründe.
Jamie Cullum: Der kleine große Brite beim Jazzfest Wien 2010
Eigentlich glaubte man, dem Jamie Cullum-Publikum könne ein Konzert im Stehen zugetraut werden. Aber dafür ist es mittlerweile wohl zu breit, sprich, im Altersaufbau heterogen. Diesem Umstand wurde am 30. Mai 2010 im restlos ausverkauften, bestuhlten, Austria Center Tribut gezollt.
Café Electric: Max Nagl Quintet live im Porgy & Bess
Der Hans Koller Preisträger von 1999 (Musiker des Jahres) und 2009 (CD des Jahres), Max Nagl, führt mit "Café Electric" durch die laszive Welt alter Stummfilme. Als Inspirationsquelle diente der gleichnamige im Jahr 1927 in Wien gedrehte Film mit Marlene Dietrich in der Hauptrolle. Nach längerer Zeit brachte der Saxofonist diese Collage aus Versatzstücken wieder einmal zur Aufführung.
Orchestrion: Pat Metheny live in Wien - die Kritik
Mit großer Spannung wurde die Präsentation von "Orchestrion", dem neuen Album vom vielfachen Grammy-Gewinner Pat Metheny erwartet, der mit seinen Gitarren und einem Wunderwerk an mechanischen Orchester am 25. Februar 2010 im Wiener Konzerthaus gastierte.
Sonny Rollins with Thelonious Monk / Kenny Dorham: Moving Out
Alleine die Besetzung lässt ahnen, dass auf dem Album "Moving Out" exzellenter Jazz zelebriert wird. Die Ahnung trügt nicht: Die Umsetzung der fünf Kompositionen, vier von Sonny Rollins, markieren einen der vielen Meilensteine in der Karriere des Saxofon-Giganten.
Thelonious Monk Quintet - Monk
Im Rahmen der Rudy Van Gelder Remasters erfährt das Album "Monk" von eben diesem eingespielt mit u. a. Art Blakey und Sonny Rollins klanglich eine neue Politur.
The Red Garland Quintet with John Coltrane - Dig It!
Dieses jazzhistorisch bedeutende Quintett von 1957 spielte vier Alben ein, "All Morning Long", "Soul Junction", "High Pressure" und "Dig It!". Letzt genanntes ist nun in der Rudy Van Gelder Remasters Serie auf CD erhältlich.
Dizzy Gillespie - Dizzy on the French Riviera
Das vorliegende Live-Konzert vom Third International Festival of Jazz D'Antibes, Juan-les-Pins aus dem Jahr 1962 markiert einen der unzähligen Festival-Triumphe von Dizzy im musikalischen Verbund mit Lalo Schifrin und Leo Wright, das es nun im Rahmen der Verve Originals Serie wieder zu entdecken gilt.




