Diskurs
Was in Österreich fehlt: Ein eigenes Kunst- und Kulturministerium
Anfang nächster Woche soll den Koordinatoren der Koalitionsverhandlungen die Liste der Unterzeichner/innen unserer Initiative für ein Kunst- und Kulturministerium übergeben werden. Einträge sind noch möglich. Wenn die hiesige Kunst- und Kulturszene nicht wieder irgendwo hinein verpackt werden will, damit sich dort, in dieser Verpackung, wieder keiner um deren Angelegenheiten kümmert, ist ein eigenes Kunst- und Kulturministerium dringend notwendig. Ein Aufruf.
Es war einmal... die Mittelschicht, oder: Wo stehen Sie?
Angenommen, Sie sehen auf der einen Straßenseite einen verkrüppelten Roma-Bettler [1] und auf der anderen Didi 'Verleiht Flügel' Mateschitz. Ganz ehrlich - wem würden Sie lieber Gesellschaft leisten? Sie müssen sich nicht dafür genieren. Jeder ist lieber bei den Gewinnern. Aber wem stehen Sie rein objektiv näher, dem Multimilliardär oder dem Habenichts? Ein Gastkommentar von Leo Lukas und Simon Pichler, deren besonders sehenswerte Programm "Nackte Zahlen" derzeit in Wien zu sehen ist.
Kunst, Kultur und Krise
Eine hochkarätige Gruppe versammelte sich zum diskursiven Thema "Kunst, Kultur und Krise" in der Universität für angewandte Kunst Wien. Rund um Gastgeber Rektor Gerald Bast diskutierten Edek Bartz, Christian Reder, Maria Rennhofer, Franz Schuh, Peter Weibl und Erwin Wurm.
In Sachen Projektförderung der Stadt Wien
72,6 Millionen Euro gab die Stadt Wien im Jahr 2006 an Förderungen im Bereich Theater, Musiktheater und Tanz laut Presse aus. 2/3 dieses Betrags fließen an Großinstitutionen (Tendenz deutlich steigend), der Rest verteilt sich auf etwa zwanzig Häuser, vierzehn freie Gruppen mit mehrjährigen Förderungen erhalten davon zusammen 2,8 Millionen Euro pro Jahr und Projektförderungen werden im Umfang von 2,5 Millionen Euro jährlich vergeben.
Bzw. sollten vergeben werden.




