Menschenfeind
Kurzplot: Ein Fleischer läuft Amok.
Fazit: Es misslingt.
Doch wie kam es dazu: Der Schlächter, bedrohlich dargestellt von Philippe Nahon, beginnt ein "neues" Leben. Er war zuvor im Gefängnis, wegen einer scheinbar sinnlosen Tat. Der Auslöser war die Periode seiner Tochter. Diese wusste nämlich nicht, was es damit auf sich hatte und rannte paralysiert Richtung Fleischerladen.
| Unterwegs belästigte sie ein Mann, der von den Spuren der Menstruation auf ihrer Kleidung angeregt worden war, welcher wiederum von einem anderen Mann beobachtet wurde, der dann dem Schlächter sagte, dieser hätte seine Tochter vergewaltigt. Daraufhin verfolgt der Fleischer wutentbrannt den „Täter“, fasst aber den falschen Mann, verprügelt ihn aber trotzdem besinnungslos. Wenn das jetzt zu viel Information auf einmal war, dann muss ich tatsächlich vor diesem Film warnen. Denn dort erzählt sich dieser, von mir schon verkürzte Prolog, nur anhand von ein paar Fotos. „Menschenfeind“, der Spielfilm, hat noch gar nicht angefangen. Jedoch, für mich persönlich, nimmt er schon hier sein Ende. Nun, dies erklärt zwar die Ablehnung oder gar Verdammung des Filmes, aber leider nicht die Synopsis. Herr Noe hatte in all seinen „Taxi Driver“-Referenzen den Plot vergessen. Deswegen findet der Film, trotz des „Hardcore-Gewalt-Faktors“ nicht zu seiner Originalität. Damit meine ich nicht die Darstellung der Eskalation, sondern das Versäumnis die Hauptfigur zu entschlüsseln. Objektiv betrachtet stellt der Film den schmerzhaften und detailverliebten Entwicklungsprozess vom Opfer zum Täter dar. Heutzutage, wo Kriegsbilder im Fernsehen nur noch nerven und Information schon längst Ablenkung geworden ist, wird man sich an solchen Filmen weder lange stoßen noch Rückschlüsse daraus ziehen. Daten & Fakten: |
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